Chance für Streuner e.V.

„Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen.“ (Franz von Assisi, italienischer Mönch und Ordensgründer, 1181 oder 1182 – 1226)

Die gängigsten Krankheiten infolge von Zwinger- und Kettenhaltung

Niemand kann erahnen, was den Hunden in Kücükkuyu eigentlich angetan wird! Sicherlich, sie laufen nun nicht mehr Gefahr, überfahren zu werden. Aber ist dieses Leben eine Alternative zur Freiheit? Wir zeigen Ihnen noch einmal das Video der Welpen, die sich nicht bewegen können, sie lassen sich kraftlos fallen, haben Unlust zur Beweglichkeit, schauen Sie auf ihre bereits jetzt fehlgebildete Beinstellung. Haben sie es nicht besser, frei zu leben, mit Futterstellen und ärztlicher Versorgung in einem sicheren Areal, das sollte doch das Ziel sein: Auswilderung, Freiheit mit Versorgung und nicht Gefangenschaft für Spenden!!!

Wenn sie älter sind, erwarten sie diese Krankheiten, wenn sie weiter eingesperrt bleiben und das hat nichts mit Tierschutz zu tun! :


Rachitis:

Diese Erkrankung betrifft das jugendliche Skelett des Hunde. Hierbei werden die Knochen nicht ausreichend mineralisiert, d.h. es wird nicht genügend Kalk in den Knochen eingelagert. Diese werden dadurch weich, biegsam und zeigen Deformierungen.
Bekannt ist hier z.b. der rachitische Rosenkranz, bei dem die Rippenknorpel verdickt sind und sich wie Knoten anfühlen. Auch verdickte Gelenke an den Beinen, Lahmheit und Deformierungen sind ein Zeichen für Rachitis. Betroffen sind meist Hunde die nicht genug Licht und Sonne bekommen. Die Hunde müssen genügend Bewegung in Sonne und Licht bekommen ! Die Ursache ist ein Vitamin D Mangel oder auch eine unzureichende Gabe von Phosphor oder Calcium.




Bandscheibenvorfall:

Diese Erkrankung kommt meist bei Hunden mit nicht ausreichender Bewegung  vor, deren Knorpelgewebe nicht ausreichend ist. Häufig reift das Bandscheibengewebe in der Jugendzeit nicht richtig aus und so kommt es dann zu Vorwölbungen des Bandscheibenmaterials in den Wirbelkanal und dadurch wird das Rückenmark oder auch die Spiralnerven in Mitleidenschaft gezogen. Dies kann aber auch altersbedingt sein und durch sogenannte Abnutzungserscheinungen im Wirbelsäulenbereich auftreten.

Diese Erkrankung ist sehr schmerzhaft für unsere Hunde und schreitet meist auch immer weiter fort, so das es von Anfangssymptomen, wie erschwertes Aufstehen, steifer Gang, bis über Schmerzen im Rückenbereich, unsicherer, nachschleifender Gang bis hin zur völligen Lähmung im hinteren Bewegungsapparat kommen kann.


Spondylose:

Hierunter versteht man Knochenbrückenbildungen, die zu leichter bis starker Bewegungseinschränkung führen, bis hin zur Versteifung. Diese Knochenzubildungen treten in erster Linie zwischen den Wirbelkörpern, an der Bandscheibe und den Zwischenwirbelbändern auf.
Die Ursachen hierfür sind meist nicht ausreichende und artgerechte Bewegung. Diese Krankheit entsteht oft durch plötzliche und starke Überbeanspruchung , z.B.bei Zwingerhaltung, wenn der Hund nicht ausreichend gleichmässige Betätigung bekommt und es plötzlich u massiven Hundekämpfen aufgrund dr gesteigerten Aggression bei dr Zwingerhaltung kommt. Bei Kettenhunden auch sehr stark verbreitet. Auch ältere, grosse Hunde neigen dazu wenn sie nicht regelmässige und ausreichende Bewegung bekommen oder an Ketten gehalten werden. Der Hund hat hierbei starke Schmerzen . In starken Fällen können die Knochenstückchen operativ entfernt werden.


Verspannungen

Als Verspannung wird ein schmerzhafter Zustand der Nacken-, Schulter- oder vorderen Rückenmuskulatur bezeichnet, bei dem sich der Muskeltonus (Muskelanspannung) durch Kettenhaltung oder zu enge Zwingerhaltung ohne genügend regelmässigen Auslauf  dauerhaft verstärkt hat. Die lange angespannte Muskulatur wird nicht mehr durchblutet, kann nicht mehr entspannen, verliert ihre normale Dehnbarkeit und verhärtet sich, was den Muskelschmerz hervorruft. Um den Muskelschmerz zu vermeiden, nimmt der Hund eine Schonhaltung ein, was die Anspannung einiger Muskeln zusätzlich verstärken kann und zu einem Teufelskreis führt.  Ursachen: Langes Verweilen in zu engem Radius –Kettenhaltung, Zwingerhaltung, keine angemessene Schlafposition durch zu große Enge,  aber auch psychosomatische Ursachen wie  Stress – z.B. Zwingerhaltung mit vielen Hunden.  Symptome:  steifer Gang, heftige Zuckungen bei Berührungen, Schonhaltungen, Bewegungsunlust, kurzes Fiepen oder sogar Schreien bei plötzlichen Bewegungen